Der Winter naht – EU-Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie (EPBD) könnte Wohnkomfort und Ersparnisse erhöhen




Oktober 2017

Der Winter naht – EU-Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie (EPBD) könnte Wohnkomfort und Ersparnisse erhöhen

Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) nimmt Änderungsantrag von Herrn Liese (EPP) an

Manchmal realisiert man nicht, was man eigentlich hat: z.B. die Möglichkeit, an der Heizungsanlage die Temperatur für jeden Raum einzeln einstellen zu können. Man stellt das Heizkörperventil in den Schlafzimmern einfach auf 2, im Wohnzimmer auf 3 und im Badezimmer auf 4. Dieses thermostatische Heizkörperventil funktioniert ohne zusätzliche Energie und ist so simpel, dass wir es als selbstverständlich ansehen.
Doch 4 von 10 Heizkörpern in Europa haben kein solches thermostatisches sondern ein einfaches Ventil, die Heizkörper ganz ohne Ventil nicht mitgerechnet. In diesem Fall ist dann die einzige Möglichkeit, die Raumtemperatur regulieren zu können, selbst im Raum zu sein und entweder ein Fenster oder das Ventil zu öffnen oder zu schließen bis man die gewünschte Temperatur erreicht.
Die Montage eines thermostatischen Heizkörperventils ermöglicht die Einzeltraumtemperaturregelung und kostet durchschnittlich 40 € pro Ventil. Dank der Energieersparnis lässt sich dieses Geld in durchschnittlich nur zwei Jahren sparen. Danach geht die Differenz in Ihre Ersparnisse.
Energieeinsparung muss also nicht teuer oder anspruchsvoll sein. Sie kann sehr kostengünstig und einfach sein.
Im Rahmen des aktuellen Revisionsprozesses der EU-Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie (EPBD) im Europäischen Parlament hat Dr. Peter Liese einen Änderungsantrag eingereicht, der dieses grundlegende Merkmal für Komfort und Energieersparnis für jeden europäischen Bürger fordert: Einzelraumtemperaturregelung. 
Am 11. Oktober 2017 nahm der Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie (ITRE) diesen Änderungsantrag zu dem Bericht an.
EUnited Valves – European Valve Manufacturers Association befürwortet diesen Änderungsvorschlag von MdEP Dr. Liese und feiert diesen Erfolg. 
Es bleibt zu hoffen, dass diese Leistung in den folgenden Trilogverhandlungen nicht verloren geht.